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Auf der Epitaphientafel sind Geburts- und Sterbedaten auch Stifter der Krone genannt. Sehr oft waren das die Eltern, aber auch bei älteren Verstorbenen die Geschwister |
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Wenn man das Bahrbrett nicht im Grab ließ, wurde verschieden damit verfahren. Manchmal blieb es beim Grab, oder es wurde verbrannt, auch wurde es für weitere Todesfälle aufbewahrt. Man legte das nicht lackierte Brett z.B. über Wassergräben, nagelte es an Bäume, stellte es bei Kapellen auf. Alles Orte wo viele Menschen vorüber kamen und des Verstorbenen gedenken sollten. So wurde das Aufbahrungsbrett mit der Zeit zum christlichen Erinnerungszeichen an den Verstorbenen, zum eigentlichen „Totenbrett“. Die ersten Totenbretter hatten auf der Seite wo der Leichnam lag drei Kreuze, die eingeritzt, gezeichnet oder eingebrannt waren. Mit der Zeit kamen dann die Anfangsbuchstaben des Namens und das Todesjahr des Verstorbenen hinzu. Man fing an das Brett zu hobeln, die Ecken wurden entfernt. So bekam das Brett langsam eine Form. Oben wo der Kopf des Verstorbenen ruhte, wurde es teilweise abgerundet. So wurden die Bretter individueller, manche verkürzten es auf 80 cm oder es hatte eine Länge bis zu 2 m. |
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Totengedenktafeln: In Grafenwöhr bei der ehemaligen Schaumbachmühle gab es „Totengedenktafeln“ oder bei der Wallfahrtskirche „Heinersreuth“. Die Form der Tafeln, Satteldach, untere Hälfte gebaucht, unten spitz zulaufend, mit Name, Beruf, Alter, Geburts- und Sterbedatum. |
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In der Regel enthalten sie den Namen, das Geburts- und Sterbedatum und Sterbeort des Verstorbenen. auch können der Beruf, Lebenslauf, die Familie mit Ehepartner und Kindern sowie die Todesursache aufgeführt sein, auch wurden besondere Ehrungen und Auszeichnungen erwähnt. Nachdem die Fotografie erfunden wurde fand man auf vielen Sterbezettel, ein Bild des Verstorbenen. Daher die Bezeichnung „Sterbebild“. Vieler Orts werden diese Trauerbildchen und Trauerzettel gesammelt. |
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Quelle: |
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Funeral- oder Totenwappen: Sie dienten zur Ausschmückung von Leichenbegängnissen und Totenmessen, angebracht an den Schabracken der den Leichenwagen ziehenden Pferde, in der Kirche am und rund um den Katafalk. Normalerweise umschloß ein breiter ovaler schwarzer Rahmen, in dem die Initialen von Namen und Titeln sowie das Sterbejahr des oder der Verstorbenen gestellt sind, das farbige Familienwappen der betreffenden Person. Bei Frauen war es meist die Form eines Allianzwappens. Selten ist das Wappen gestürzt oder die Adelstitel können fehlen. Es wurden meist Leimfarben benutzt, Silber und Gold sind leuchtend gehalten. Die Wappen hatten ein prunkvolles Aussehen, das mit dem schwarzen Hintergrund an ihrem zugedachten Platz gut zur Geltung kam. Heute noch kann man Nadeln und Bänder finden mit denen die Wappen an Vorhängen und Decken befestigt waren. Oder massive Spritzer von Kerzenwachs die einstige Nähe zum Leichnam. |
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Auf den Bannern, in deren Begleitung Königin Elisabeth I von England zu Grabe getragen wurde, |
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Totenschild 1639 |
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Mit der Todesnachricht auf dem Pergament reiste der Rotelbote zu den angegebenen Orten und bekam bei jeder Stadion die Übermittlung der Nachricht bestätigt. Auch wurden dabei nur schwarze Siegel verwendet. Wenn der Bote wieder zurück im Heimatkloster war wurde das Pergament an die im Kloster verwahrten Totenrotel (Verbündungsbuch) angeklebt. Die Bewandtnis mit dem Totenrotel ist folgende. Viele Klöster waren durch so genannte „Gebetsverbrüderung“ verbunden die ersten Gebetsverbrüderungen ergaben sich im 6./7.Jh. in Mönchsklöstern des angelsächsischen Raums und gingen dann auf das Kontinentaleuropa über. Der Zweck war, dass beim Tod eines Mitbruders auch die Insassen der konföderierten Klöster für dessen Seelenheil beteten, dadurch wurden sehr viele Gebete für den Toten gesprochen. Es galt als sehr wichtig das in den ersten 30 Tagen, der Seele des Verstorbenen mit Gebeten und Fürbitten beizustehen und dadurch auch den Aufenthalt im Fegefeuer abzukürzen. |
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Nicht mit einer Gebetsverbrüderung in Zusammenhang gebrachte Verzeichnisse von Verstorbenen, die einer Klosterbruderschaft angehörten, heißen Nekrologien. |
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Agtstein oder Jett |
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Totenleuchten |
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Die Urne |
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Die Urne ist ein sichtbares Zeichen des Totengedenkens als auch ein Memento Mori Symbol. Sie wird schon seid der Bronzezeit als Aufbewahrungsgefäß der Totenasche benutzt. Die Urne ist fast immer aus Ton oder Metall. Eine aus Ton gefertigte Sonderform hatten die Etrusker, sie war büstenförmig, so genannte Gesichtsurnen |
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Aus Leimsfeld stammt eine weitere Totenschüssel, auch sie wurde auf dem Dachboden mit einem Topf der nachweislich zur Totenwaschung benutzt wurde verwahrt, dieser hatte allerdings wieder ein Loch im Topfboden so das er unbrauchbar wurde. Aber speziell zur Totenwaschung angefertigte Töpferware scheint in der Schwalm nicht nachweisbar zu sein. Die Suche nach Nachweisen für den Umgang mit Totenschüsseln, führte zu schriftlich überlieferten Brauchtumsbeschreibungen für den Bereich des thüringischen Niederhessen: „Unter dem aufgebahrten Sarg stellte man das Gefäß mit lautem Schalle und die Haustür wird alsdann kräftig ins Schloss geworfen …“ Für das fränkische Niederhessen wurde auch berichtet, „dass beim Aufheben des Sarges im Hausflur das Gefäß zerschlagen wird, aus welchem der Tote gewaschen wurde.“ Offen bleibt in diesen Beschreibungen, wie so eine Schüssel aussah, ob es sich um eine neue, für diesen Verwendungszweck etwa eigens hergestellte Ware (meistens eine getöpferte Schüssel) handelte, oder ob man ein ausrangiertes Stück benutzte. Es wird nur von Zerstörung des Waschgefäßes gesprochen. |
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Quellen: Totenschüsseln, Karl Baeumerth in: der Tod, Zur Geschichte des Umgangs mit Sterben und Trauer. Austellungskatalog, Hessisches Landesmuseum Darmstadt 2001 Bächtold-Stäubli, Hanns; Hoffmann-Kayer, Eduard: Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens, Berlin u. Leipzig 1930/31, Bd.3, S: 1092- 1093: „Grabbeigabe“: eine andere Bedeutung haben die Grabbeigaben die unmittelbar mit dem Verstorbenen in Berührung gekommen sind, alles was zur Leichenpflege und Kleidung gebraucht wurde, Bürste, Kamm, Seife, Waschtuch, Rasiermesser wurden in den Sarg gelegt, um dem Toten Ruhe zu verschaffen…
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Von Frankreich aus verbreitete sich die Mode der Perlkränze so ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und erreichte um die Jahrhundertwende auch das Hinterland. Die Dauergrabkränze waren bei den Katholiken und Protestanten gleichermaßen beliebt. Sie waren eine Kombination aus Heim und Fabrikarbeit: die Perlschnüre, Kranzkörper, Blätter und Blüten entstanden in Heimarbeit, das binden der Kränze wurde in der Fabrik erledigt. Durch Wanderhändler erfolgte der Vertrieb, später war es der Großhandel. Perlkränze konnte man im Dorfladen oder in Eisenwahrengeschäfte beim Bestattungsinstitut in der Gärtnerei oder aber auch beim Hutmacher kaufen. |
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Wie entstand ein Perlkranz: Die Glasperlen wurden auf Bindfäden und dann auf dünnem Eisendraht gefädelt (herunter gespießt), mit der Perlenschnur wurden nun am Kranz die sichtbar stärkeren Drähte spiralförmig umwickelt, dies wurde in der Fabrik mit Hilfe einer Maschine gemacht, die auch dazu diente, die Kranzdrähte mit Papier zu umwickeln. In Heimarbeit entstanden die Kranzkörper, ein Geflecht aus Stabperlen und runden Perlen, dies verlieh dem Perlkranz seine Stabilität, auch machte man zu Hause die Blüten und Blätter, die für die Buketts verwendet wurden. Nach der Beerdigung wurden die Perlkränze als Dauergrabschmuck schräg ans Kreuz gestellt. |
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Quelle: Von Perlenschnüren, „laufenden Hunden“ und Buketts, Marianne Jacoby in: Der Tod, Ausstellungskatalog, Hessisches Landesmuseum Darmstadt 2001 Werner Geiger: Totenbrauch im Odenwald, Lindenfels 1960 In: Sigrid Metken, Die letzte Reise, Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern, München 1984 Hugendubel – Ulrike Zischka, Blechblumenschmuck und Perlkränze. S.339-342
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